Bonding-Psychotherapie

Bei der Bonding-Psychotherapie handelt es sich um eine gruppentherapeutische, körperorientierte Psychotherapiemethode, die in den 60er und 70er Jahren von dem amerikanischen Arzt und Psychoanalytiker Daniel Casriel entwickelt wurde. Grundlegend für das therapeutische Vorgehen ist die Annahme eines menschlichen Grundbedürfnisses nach Bonding. Bonding meint dabei ein existenzielles menschliches Bedürfnis nach emotionaler Offenheit bei gleichzeitiger Erfahrung von körperlicher Nähe. Wichtiger Teil der Bonding-Psychotherapie ist zudem das Konzept von verinnerlichten, meist unbewussten Haltungen sich selbst und der Welt gegenüber. Diese werden als Einstellungen bezeichnet. Eine verbreitete negative Einstellung ist beispielsweise die innere Überzeugung „Ich bin nicht liebenswert“. Die die eigene Entwicklung behindernden, negativen Einstellungen werden im Rahmen der Bonding-Psychotherapie bewusst gemacht und mithilfe von positiven Einstellungen in ihrer Wirkung abgeschwächt. (Weitere Informationen zum theoretischen Hintergrund erhalten Sie auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Bonding-Psychotherapie e.V.“)

Die jeweiligen Angebote in Bonding-Psychotherapie umfassen:

  • die sogenannte Bonding- oder Näheübung, die jeweils 2 TeilnehmerInnen miteinander durchführen,
  • ein Bewusstmachen eigener negativer Einstellungen und das Einüben positiver Einstellungen,
  • theoretische Einheiten, die in das der Bonding-Psychotherapie zugrunde liegende Konzept von menschlichen Bedürfnissen, Gefühlen, Verhalten und Einstellungen einführen,
  • bei fortlaufenden Gruppen auch Beziehungsklärungen in der Gruppe.

Die Erfahrungen in der Gruppe stoßen wichtige Lernprozesse an, die im Alltag mithilfe der im Workshop zur Verfügung gestellten Konzepte weiter fortgeführt werden können.

Die Bonding-Psychotherapie eignet sich besonders für Menschen, die sich einen besseren Zugang zu ihren Gefühlen wünschen und einen offeneren Umgang mit anderen Menschen einüben möchten, um so ihre Bindungsfähigkeit zu vertiefen. Für Menschen mit besonders rigiden und/ oder zerbrechlichen Ich-Strukturen sollte die Bonding-Psychotherapie nur im stationären Rahmen oder in abgewandelter Form eingesetzt werden.

Insbesondere bei den Workshops handelt es sich um Angebote mit Selbsterfahrungscharakter, die nicht eine fortlaufende Therapie ersetzen. Dabei wird die Selbstverantwortung der Teilnehmenden vorausgesetzt. Wenn Sie sich aktuell in einer Krisensituation befinden, besprechen Sie dies mit mir im Vorfeld. Sollten Sie in fortlaufender Therapie sein, stimmen Sie Ihre Teilnahme bitte mit Ihrer Therapeutin/ Ihrem Therapeuten ab.

Eine Anmeldung für eines der konkreten Angebote auf Grundlage der Bonding-Psychotherapie wird erst nach einer telefonischen Vorabsprache verbindlich.

 

Aktuelle Angebote:


 * 2-Tagesworkshop Bonding-Psychotherapie (für Frauen und Männer) (Termin 

   fällt aus!)

   12.-13. September 2020, Samstag 10-19 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr

   Kosten: 150-180 Euro (Selbsteinschätzung)

   Leitung: Regina Stawowy, Anna Müller (Ärztin für Psychosomatische Medizin   

   und Psychotherapie)

   Ort: Yogazentrum Sohong, Kochstraße 128,04277 Leipzig


* Wochenendworkshop in Jessen 4.-6. Dezember 2020 (Termin fällt aus!)

   Unterkunft: Altes Pfarrhaus in Jessen (ca. 25 km östlich von Lutherstadt 

   Wittenberg)

   Kosten (Teilnahme, Unterkunft, Verpflegung):

   320-350 Euro (Selbsteinschätzung)

   270 Euro Frühbucherrabatt bis 01.10.2020

   220 Euro Frühbucherrabatt bis 01.10.2020 ohne Rücktrittsmöglichkeit


Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf!

Wichtiger Hinweis:

Die Bonding-Psychotherapie verfügt nicht über eine Anerkennung als wissenschaftliches Verfahren durch den „Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie“. Die Angebote in Bonding-Psychotherapie erfolgen deshalb rechtlich auf der Grundlage meiner Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie.